Vorbereitende Arbeiten zur Migration

Demnächst werden wiesel.lu und heraldik.be wieder zusammengeführt, das Experiment eine eigene Website für ein bestimmtes Projekt zu betreiben gebe ich auf.
Voriges Wochenende habe ich damit begonnen, indem ich erstmal auf wiesel.lu einen Export durchgeführt habe, und dann die XML-Datei auf heraldik.be wieder importiert. Das hat besser geklappt als ich dachte, aber auch nicht genial:

  • die Metainformationen der Bilder wurden nicht mitimportiert, obwohl ich das Häkchen gesetzt hatte: connection refused by the remote server, darauf habe ich keinen Einfluss. Hierzu sollte man wissen, dass Bilder etc. in der WordPressdatenbank wie Postings oder Pages behandelt werden
  • Die GUID Informationen von einigen Seiten stimmen irgendwie nicht.
  • und natürlich fanden die Seiten hier, eine bereits existierende Struktur vor, die angepasst werden muss. z.B. Wurde der Bereich “Heraldik” logischerweise wieder auf eine Page zurückgestuft, hier stimmen nun einige Links nicht mehr.

Es wartet also noch viel Arbeit auf mich, bevor ich die DNS Einträge zu wiesel.lu bei Restena werde ändern können.

  1. Die Bilder müssen nachgeladen und bearbeitet werden. Dies gilt besonders für die Fotoreportagen. Ich werde die Gelegenheit nutzen und, da ich hier bei OVH sehr viel mehr Webspace für weniger Geld habe, dem Leser eine andere grössere Auswahl zu bieten.
  2. Die Links müssen angepasst werden. Broken Linkchecker sagt z.Z.:

    Found 325 broken links
    No URLs in the work queue.
    Detected 1214 unique URLs in 1352 links.

Eine weitere Verpflichtung ergibt sich aus meinen Fortschritten beim Entwickeln meiner Skripte: da ich nun voll und ganz auf die Mediatags vom CodeHooligan setze, muss ich sie auch setzen, sonst bekommen die ermittelten Zahlen keine Aussagekraft. Das Taggen geht am leichtesten im Dialog “Edit Media” (Bsp. /wp-admin/media.php?attachment_id=12049&action=edit“, hier fügt MediaTags eine Zeile ein, wo man die Begriffe einfach per Komma getrennt eingeben kann.

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Neue Version der Heraldiksoftware

Der wichtigste Grund, warum ich 2004 wieder anfing, mich mit der Heraldik zu beschäftigen war der Wunsch, ein Übungsfeld für selbergeschriebene PHP Programme zu besetzen. Inzwischen programmiere ich nicht mehr soviel, habe aber nach wie vor den Ehrgeiz, dem Leser mehr zu bieten als zusammengestellte Wappen. Folgende Probleme soll die Software mir lösen:

  1. Zeichnungen der Wappen sollen in Listen nach bestimmten Kritierien zusammengestellt werden können. (Galleries od. Wappenbücher)
  2. Wappen sollen über die heraldischen Elemente (z.B. meubles, partitions, etc.) oder ihre Träger identifiziert und quantifiziert werden
  3. eine Wappenrolle (Wappendatenbank) muss geführt werden

Beim Softwareschreiben ergab es sich meistens so:

  • immer erst eine spezielle Heraldiksoftware schreib
  • Teile daraus identifizierte, für die es Software von anderen Autoren gibt
  • dann Teile der Software verallgemeinert und ausgegliedert habe
  • und dann Anpassungen schreiben musste

So habe ich die Bildersoftware inzwischen ins Plugin wsl-gallery ausgelagert, und für die heraldischen Begriffe benutze ich inzwischen in erster Linie die Mediatags vom Code Hooligan aus Austin Texas. Voriges Wochenende habe ich meine eigene Lösung mit den costum fields wieder abgebaut, ein Wappen taucht nun in der Wappendatenbank auf, wenn das Bild mit dem Mediatag “wappen” versehen ist. Weiterentwicklung und Pflege dieser Software sind mir heute zu aufwendig.

Es gibt zwar auch andere Tag-Lösungen für Bilder, aber die mediatags vom Texaner sind die einzigen mit einer Programmierschnittstelle, so dass ich die Lösung ausbauen und für meine Texte adaptieren kann.

Natürlich habe ich die Wappen nicht selber getagt, sondern ein Script dazu geschrieben, es benutzte folgende Funktion:

function mediatag_with($id,$tag){
/*
($media_tags_array) -->
Array
(
[0] => chevron
[1] => gueules
[2] => or
[3] => nix
)*/
$media_tags_tmp = (array)wp_get_object_terms($id, MEDIA_TAGS_TAXONOMY);

$post_media_tags = array();
if ($media_tags_tmp)
{
$post_media_tags = array();
foreach($media_tags_tmp as $p_media_tag)
{
$post_media_tags[$p_media_tag->slug] = $p_media_tag;
}

}

$media_tags_array = array_keys($post_media_tags);
$media_tags_array[] =$tag; // z.B. ‘wappen’

if ($media_tags_array)
{
wp_set_object_terms($id, $media_tags_array, MEDIA_TAGS_TAXONOMY);
}
else
{
wp_set_object_terms($id, “”, MEDIA_TAGS_TAXONOMY);
}

}
?>

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Das 1000. Wappen ist erreicht!

Es hat etwas länger gedauert als ich vor wenigen Monaten noch dachte, aber heute habe ich das 1000. Wappen in meine Datenbank aufgenommen:

Das Arbeiten am Material verzögerte sich hauptsächlich aus zwei Gründen:

  1. In meine neue Funktion bei der ITM muss ich mich noch einarbeiten, das kostet Zeit. Vorgesetzter einer Inspektionsabteilung zu sein stellt völlig andere Anforderungen denn die Arbeit als Informatiker im Hintergrund.
  2. Weiter musste ich die Site heraldik.be mühsam aus wiesel.lu ausgliedern und jetzt habe zudem meine Ansicht geändert und will beide Auftritte wiesel.lu und heraldik.be wieder vereinen. Beide sind zu wenig besucht als dass es sich lohnt sie getrennt zu führen.
    Die Arbeit hätte ich mir allerdings ohnehin machen müssen, denn ich wechsle den Hoster von Luxhosting nach Ovh. Letzteres ist nicht unbedingt besser, es ist unpersönlicher aber auf jeden Fall billiger denn es stellt wesentlich mehr Webspace zur Verfügung.
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Bénévolat, Teamwork und das Luxemburger Vereinswesen

Letzten Mittwoch hinterliess Jhemp Biver alias GenealObelix1 einen Kommentar, wo er mich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er mich und ein paar andere übel durch den Kakao gezogen hätte, was denn auch stimmte. Da ich ihm zugestand dass er einen Beitrag von mir als beleidigend empfunden haben könnte, machte ich ihm ein Friedensangebot, dessen Annahme noch aussteht. Ich möchte aber den letzten seiner Gedanken als Anregung für ein paar eigene Gedanken aufgreifen. Hier erst mal der General Obelix2

Si cette belette et tous ceux qui savent exactement comment les bonnes affaires tournent se mettaient ensemble au service de cette association maudite qu’est l’ALGH, cette dernière aurait une chance d’atteinde un niveau de référence.
Les besoins sont multiples en matière

  1. informatique: M. Daniel Erpelding et Georges Eicher de l’équipe de Leudelange
  2. héraldique: M. Daniel Erpelding et Jo Kohn
  3. généalogie: ceux de Leudelange: tête de file Claude Bettendroffer
  4. linguistique: M. Jean-Claude Muller, directeur éphémère de la BNL
  5. onomastique: le même directeur éphémère de la BNL
  6. rédaction des publications: encore le même.
  7. rédaction du nouveau site ALGH3: encore le dernier-nommé

Tel site restera un rêve, car toutes ces personnes ont un problème majeur commun: elles sont incapables de travailler en groupe (c’est ce qu’on appelle team work) d’après le modèle fourni par l’équipe de football de la RFA lors du mondial de 2010.

Wenn ich richtig gezählt habe, spricht Obelix, neben mir vier weiteren namentlich genannten Menschen die Teamfähigkeit ab und unterstellt uns Egomanie, weitere werden als “ceux de Leudelange” referenziert, vermutlich ein Team von Teamunfähigen. Richtiger Rundumschlag Jhemp! Also, wenn die das alle mal gelesen haben, ich weiss nicht wer von uns beiden da mehr Sturm geerntet haben wird *g*?

Ansonsten aber natürlich ein interessanter Ansatz. Gäbe es einen vertrauenswürdigen neuen Präsidenten, der diese Dissidenten (und mich, ich war nie wirklich aktiv) der das Vertrauen der mutmasslich Enttäuschten4 wiedergewinnt und sie um sich zu scharen weiss und zu einem schlagfertigem Team formen könnte? Ich bin da aus Erfahrung leider auch skeptisch.

Ja, warum ist es bei den Luxemburger Vereinen nicht so, wie bei der deutschen Fussballnationalmannschaft, dass alle ihr Ego zurückstellen und nur Teamwork leisten um den Pokal zu erringen?

Vielleicht alleine schon deshalb, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden? Diese Fussballer sind Profis, sie werden für diese Arbeit bezahlt und alleine schon dieser Umstand verpflichtet sie nicht nur zum Teamwork sondern beinhaltet auch einen lien de subordination zu ihrem Arbeitgeber (DFB) und dessen nicht selbstbestimmtem Vertreter, dem Trainer. Um bei dem Bild zu bleiben: wer ist für Genialoblicks wohl der Michel Ballack der ALGH? Wem wünscht er zum Gelingen des gemeinsamen Projektes eine lahmlegende Sportverletzung an den Hals und was wäre das Äquivalent bei einem Ahnenforscher oder Wappennarr?

Dann ist Fussball auch keine Ahnenforschung und auch keine Heraldik! Ist es nicht vielleicht so, dass die Themen welche die ALGH behandeln will noch immer eher Individualisten angezogen haben? Die Menschen die sowas machen wollen sind schon per se eher Eigenbrötler. Dann kommt noch hinzu, dass es eher ein Hobby für ältere Menschen ist, deren Lebenserfahrung macht sie zusätzlich weniger kompromissbereit als Twens es noch sind.

Aber das alles ist nichts, gegen das Grundproblem was heute Vereine in unserer Gesellschaft alle haben:

Was die Menschen dort tun, tun sie nicht nur freiwillig, sie tun es in ihrer Freizeit!

Und in der Freizeit will der Mensch nur das machen, was er auch wirklich will und das ist oft das, was ihm das Berufsleben vorenthält!

  1. So will dann der kleine Angestellte oder niedere Beamte, der es im Beruf nicht in eine Führungsposition geschafft hat im Verein unbedingt Vorgesetzter oder Manager spielen und reißt sich das Amt des Präsidenten, Sekretärs oder seltener noch des Kassierers unter den Nagel und gibt es um keinen Preis wieder her.
  2. Umgedreht will so manche charismatische Führungskraft nicht auch noch in ihrer Freizeit Verantwortung tragen müssen und unterwirft sich willig der Tyrannei der ersteren, bis sie so die Schnauze voll hat, dass auch sie wieder geht
  3. Menschen, die in ihrem Beruf oft Kompromisse machen müssen, wollen dann aber wenigstens in ihrer Freizeit nur das tun und lassen, was sie wollen! Menschen, die sich im Job stets unterordnen müssen, ertragen das im Verein nun überhaupt nicht! Besonders dann nicht, wenn sie sehen, wer sich da zum Führer aufgeschwungen hat.

Einige Präsidenten bleiben über Jahrzehnte im Amt! Es gibt welche, wie z.B. Freund Louis Philippe, deren langjähriges Wirken ist ein Segen für ihren Verein weil sie Kontinuität garantieren, bei anderen führt dasselbe zur Stagnation. Und es gibt auch Sesselkleber, deren Inkompetenz schon die eine oder andere Palastrevolution herbei geführt hat, die aber dennoch nicht gestützt werden, weil niemand sonst diese Arbeit machen will oder kann (siehe z.B. Punkt 2). Ein Teufelskreis!

  1. vermutlich leitete er sein Pseudonym von den beiden folgenden Wörtern ab:

    • Genealogie, sein liebstes Hobby
    • und Obelix eine beleibte französische Comic Figur von Goscinni und Uderzo aus den 60er Jahren. Dessen Markenzeichen sind: anhaltende übermenschliche Leibeskräfte aber sehr begrenzte intellektuelle Fähigkeiten, dafür einhergehend mit einer gewissen Gutmütigkeit. Lieblingsbeschäftigungen sind Fressgelage und Schlägereien.

    []

  2. Hatte ich erwähnt dass ich den Namen für sehr unglücklich gewählt halte? Der bietet sich ja regelrecht zum Verballhornen an?! *grins* []
  3. die übrigens meine Zeichnung des Wappens der ALGH benutzen *schmunzel*; dürfen sie, klar. Ich erlaube es. []
  4. für Oblicks liegt es aber nicht am alten Vorstand der ALGH sondern an der Egomanie der Angesprochenen []
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Das Friedensangebot an Jhemp Biver

Lieber Jhemp Biver,

Heute morgen las ich Ihre Antwort auf einen kurzen Beitrag von mir. Nun habe ich also Sturm geerntet, oh jee! Dies lag freilich weder damals noch heute in meiner Absicht. Sie haben mit vielem Recht, es stimmt sicherlich dass meine Generation des öfteren bei Nebensächlichkeiten, wie z.B. den Hobbies nicht immer die wünschenswerte Exaktheit an den Tag legt. Dafür weiss meine Generation eins, ein Flame ist im Internet schnell gestartet und bringt keinem was. Er entsteht hauptsächlich aus zwei Gründen

  • Der Schreiber veröffentlicht zu früh, dies oft aus der Wut heraus,
  • zweitens sind die Leser zu dünnhäutig, sie verwechseln die Texte eines Blogs oder eine Email mit auf Papier geschriebenen Briefen

Daher will ich jetzt auch nicht mit gleicher Münze zurückzahlen, sondern will die versöhnlichen Töne am Ende des Beitrages aufgreifen, auch wenn ich später, wenn ich wieder mehr Zeit habe einige Dinge für meine Leser klar stellen muss. Keine Angst, es werden keine Angriffe werden! Ein paar Dinge muss ich aber gleich richtig stellen:

  • Der Eindruck dass ich Einzelkämpfer bin ist völlig falsch, ich bin (oder war schon) in einigen Vorständen tätig. Dass die ALGH da nie dabei war hat mehrere Gründe, der wichtigste ist wohl der: Ahnenforschung war halt nie besonders hoch auf der Liste meiner Prioritäten!
  • Ich teile weiter Ihre Ansicht, dass ein Generationenkonflikt vorliegt und das ist notwendigerweise so! An uns wurden andere Erfordernisse herangetragen als noch an euch, die ihr Kindheit, Ausbildung und Start ins Berufsleben in den “trente glorieuses” verbringen durftet! Neiden Sie es uns, mit den neuen Technologien aufgewachsen zu sein, neide ich Euch die soziale Sicherheit in der ihr leben durftet. So mag für Ihre Generation Schuster bleib bei deinem Leisten noch eine vernünftige Lebensmaxime gewesen sein, nicht so für uns und die noch später Geborenen! Machen Sie doch mal einen kleinen Ausflug in den nahen Pfälzer Wald und besuchen die schmucke einstige Schuhstadt Pirmasens, begeben sich am besten direkt zur lokalen Niederlassung der Bundesagentur für Arbeit und erfahren Sie hautnah was heute mit Schustern passiert, die mordicus bei ihrem Leisten bleiben wollen!
  • Weiter: Völlig davon abgesehen dass nirgends definiert ist, wer sich nun “Heraldiker” nennen darf1: ich habe mich nie als Heraldiker ausgegeben, dafür oft genug meinen Amateurstatus betont.

Um es kurz zu machen lieber Jhemp Biver, ich denke das Problem ist dass wir uns persönlich nie kennengelernt haben! Rufen Sie mir doch einfach mal an, oder schreiben mir eine Mail: wiesel@gmxpro.net. Bei der Gelegenheit können Sie mir auch erzählen, wie das mit der ALGH denn nun aus Ihrer Sicht war, bislang kenne ich eher die Meinung der Dissidenten.  Wie bereits gesagt, Ahnenforschung interessierte mich immer nur sehr mässig, ich nahm sie mehr in Kauf als dass sie meine Begeisterung wecken konnte.

Übrigens hatte ich mich damals bereits bei Ihnen entschuldigen wollen, aber meine Email kam zurück???!!! Wie musste ich denn eine solche Kontaktverweigerung werten?  Ich bin zum mea culpa bereit, gehe aber nicht nach Canossa, bzw. laufe Ihnen nicht nach! Hier kurz der Header meiner damaligen Antwort:

Sender: Daniel Erpelding
Date: 27/01/2006 08:51
Your document: RE: Webseite ALGH,
was not delivered to: webmeeschter@genealogie.lu
because: host genealogie.lu[80.92.71.89] said: 553 5.3.0 … No such user here (in reply to RCPT TO command)

Lieber Schulmeister a.D.

Schon wenige Minuten nachdem ich die Mail verschickt hatte, tat es mir auch schon wieder leid, ich hätte besonnener sein müssen. Ich schrieb den Brief nicht “à tête reposée”, sondern im Zustand großer Erregung, gleich nachdem ihre Webseite mir nicht nur zweimal den Browser abgeschossen hatte, sondern auch das Clipboard (“Copy & Paste”) in allen Microsoft Applikationen deaktiviert worden war. Deshalb haben sie natürlich die Prügel mitbezogen, welche eigentlich anderen hätten gelten müssen: (…)

Der Ton tut mir sehr leid und ich möchte mich dafür in aller Form entschuldigen.

Natürlich war die Mail viel länger und ausführlicher, enthält aber einige zeitbezogene Inhalte die jetzt hier nicht hingehören. Respekt übrigens für Dein neues Blog! Gut, der Name ist nicht gerade glücklich gewählt, aber immerhin: geht doch!

  1. die Herkunft der Leute die sich mit Wappen beschäftigen ist ausgesprochen heterogen, vom studierten Mediävisten oder Kunsthistoriker über Graphiker, Adelsprösslinge, interessierten Leser gleichwelchen Berufs zum Ahnendatenbankenersteller []
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Mein erstes Mal vor der Kamera

Am Mittwoch den 30. Juni ab 12:00, liebe Leser, stand ich zum ersten mal in meinem Leben bewusst vor der Kamera, Thema: Véloh!


Wie kam es dazu? Eine Journalistin des saarländischen Rundfunks, deren Namen ich noch nicht verraten will, plante eine Fernsehreportage über das Fahrradleihsystem der Stadt Veloh und hatte bei ihrer Vorfeldrecherche über eine Suchmachine meinen Artikel “Optimierungsreserven bei Veloh” gefunden. Sie fand ihn wohl interessant genug um mich anzuschreiben, erzählte mir von ihrem Plan und ihrem Bestreben keinen einseitigen Bericht zu schreiben zu wollen. Sie fragte mich dann ob ich für ein Interview bereitstünde. Ihr Ansatz erschien mir vernünftig im Sinne eines kritischen Journalismus, eigentlich dürfte man erwarten, dass alle so vorgehen! Leider musste ich gerade beim Thema Fahrrad im Strassenverkehr in der Vergangenheit oft feststellen, dass wenn sich schon mal jemand dafür interessiert, die Beiträge entweder polemische Angriffe auf die angeblich von den Grünen oder anderen Politikern verhätschelten Radfahrer darstellen, oder in Hurrah-Journalismus ausarten.

Wir vereinbarten einen Termin und am besagten Mitwoch fuhren meine Frau und ich in die Stadt. Wir waren etwas zu früh und setzten uns noch ins Café Mokabar. Mir fiel gleich auf, an dem Tag waren sogar ganz viele Säulen frei, anders als an jenem 18. April. Nach einiger Zeit traf ein Dienstwagen der Umverteiler von Veloh ein, samt Anhänger mit den Fahrrädern und begann Räder nachzuladen. Als nächstes bemerkte ich einen Kombi mit saarländischem Kennzeichen und ich dachte mir gleich, also wenn die beiden Herren nicht zum Kamerateam gehören fresse ich einen Besen! Ich ging also auf die Veloh Säule zu und erkannte sie sofort, sie mich auch.
Sie stellte mir dann Herrn De Meester (?) Verantwortlichen von Veloh vor, an den ich meine Fragen würde richten können. Den sah ich allerdings nachher nicht mehr, er zog mit seinem Arbeiter wieder ab, nachdem er seine Erläuterungen abgegeben hatte. Aber er hatte den Fernsehleuten ein freigeschaltetes Veloh überlassen und mit dem wurde nun gedreht.
Es stellte sich aber schnell heraus, dass ich zwar eine Sprechrolle bekam, aber eigentlich nur einen Satz sagen durfte. Denn es stehen für den gesamten Beitrag 3 Minuten zur Verfügung und die muss ich ausserdem noch mit François Bausch und Herrn De Meester teilen. Mir fiel die Rolle des Kritikers zu. Die Szene wurde fast 11 mal neugedreht, mal war ich zu langatmig, mal stimmte die Einstellung nicht oder hatte wohl so stark gekürzt dass ich kam nicht mehr natürlich rüber kam. Also, was ich gesagt hab, lässt sich immer so zusammen fassen:

  1. Das System Veloh ist insgesamt gelungen
  2. aber viel zu kompliziert,
  3. und wenn man nach 18:00 keine freie Säule mehr findet lässt einen das System im Regen stehen und alt aussehen.
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Die ALGH ist wieder da

Am Freitag meldete sich überraschend ein alter Bekannter wieder: In meinem Briefkasten fand ich drei Ausgaben des Familjefuerscher (83,84,85), der Zeitschrift der ALGH meinem ersten Verein. Der Verein wird gelegentlich auch noch

  • déi vu Miersch
  • dem Müller säi Club

genannt. Vielleicht haben sie nach fast drei Jahren endlich die Notiz über meinen Umzug nach Langsur aufgearbeitet?

Nachdem mich ein gewisser Andy mich im Juli darauf aufmerksam gemacht hatte dass die Webseiten der ALGH (www.algh.lu und www.genealogie.lu) verschwunden waren, glaubte ich dass der Verein sich aufgelöst hätte, so wäre auch zu erklären, wieso ich schon zwei Jahre nichts mehr von ihnen hörte. Die Website war übrigens zum Schluss grottenschlecht! Die Netzmeister Fernand Emmel und Jhemp Biver hatten zwar viel Energie reingesteckt und sogar Javascript gelernt, waren aber zu lange beim veralteten Konzept der frames und der handgenerierten Seiten geblieben und hatten neben dem Aufkommen von Content Management Systemen auch die Entwicklung von anderen Browsern als dem Internet Explorer verschlafen! 2006 war ich einmal mit dem Webmaster aneinander geraten, weil ich in einem zugegeben nicht gerade freundlichem Ton (ich war wirklich SEHR wütend damals) auf einen Fehler in einem jener Javascripte wollte aufmerksam machen, den ich aber nicht näher lokalisieren konnte, weil der Verein peinlicherweise noch ein unnötiges Script laufen liess, das den kostbaren veralteten Code vor auslesen schützen sollte *grmpf*.

Der Verein machte nach aussen schon immer einen leicht desorganisierten Eindruck. Schon in den 90er Jahren hörte ich mal über Jahre nichts von ihnen, und dann wurden eines Tages zu meiner Überraschung drei Annuaires bei meinen Eltern abgeliefert. Die Ausgaben die ich jetzt in Händen halte, wirken auch ein wenig konfus. So wurde z.B. ein Artikel von Fernand Emmel gleich zweimal gedruckt, mit jeweils anderen nicht ausgemerzten Fehlern! Das wäre früher undenkbar gewesen, Emmel ist eigentlich ein von mir geschätzter Autor. Der Artikel trägt den irreführenden Titel “Computer und Verstand“, und ist wohl ein kulturkritischer Beitrag über mangelnde Sorgfalt und ungenügendes Fachwissen, bei den als “Internetjüngern” titulierten Menschen die sich für Ahnenforschung interessieren. Mich regen eigentlich eher die schlecht gestalteten Schnittstellen der Datenbanken im Internet auf, inklusive jene von luxroots.lu.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ihnen vielleicht unter die Arme greifen wollen, denn vor allem J.Cl. Müller lese ich eigentlich immer wieder sehr gerne. Aber es zerren schon so viele Vereine an mir, nicht zuletzt der Dachverband der Ingenieurvereine die sich jetzt auch noch unnötigerweise, und wenn sie mich gefragt hätten gegen meinen Rat, einen weiteren eigenen Internetauftritt für ihre Zeitschrift zugelegt haben?! Ob sie demnächst vielleicht auch noch einen für das neue Haus und einen für die Benutzung der sanitären Einrichtungen während der Vorstandssitzungen anlegen werden?

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Broken Links (152)

Die Links sind die große Errungenschaft des Hypertextes und machen im Grunde das www aus. Peinlich also, wenn sie falsch gesetzt sind. Unglücklicherweise kommt dies aber sogar recht häufiig vor, man sagt dann der Link sei gebrochen.

Vor einigen Tage entdeckte ich nun ein Plugin, sinnigerweise namens broken link, welches mir nun verraten hat, dass auf meiner Website im Augenblick 152 nicht mehr funktionieren. Dies ist nicht so verwunderlich, weil ich öfter meine Seiten umorganisiert und Teile ausgelagert habe, hier sind hervorzuheben:

Ich werde mich nun dran begeben hier mal aufzuräumen!

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Neue Beiträge von Dr Peter

Dr. Bernhard Peter teilte mir heute mir, dass er seiner Reihe “Photos schöner alter Wappen” um ein paar Beiträge erweitert hat, die mich auch interessieren, und er hatte Recht! Hier die Liste:

Besonders gefreut habe ich mich natürlich über den Beitrag über das Refugium von Sankt Maximin, weil dies zur Zeit auch eins meiner Lieblingsthemen ist, siehe meine eigenen Beiträge zu Sankt Maximin.

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Maximinus von Gülich

ist wohl der Abt von Sankt Maximinus gewesen, der das Refugium für sein Kloster 1661 in der Festungsstadt Luxemburg erbauen liess, und dessen Wappen dieses Gebäude ziert, in das heute das Staatsministerium eingezogen ist.

Johann Bertholet schrieb über ihn “Maximin de Gulich vit par les malheurs de la guerre son Monastére renversé de fond en comble, & mourut en 1679.“, er hatte das Refugium (=Zufluchtsort für seine Mönche innerhalb der Festungsstadt) nicht ohne Grund und wohl auch nicht umsonst erbauen lassen. Er hatte halt das Pech, ein Zeitgenosse Ludwigs XIV zu sein.

Wie sein Wappen genau aussah ist aber nach wie vor unklar.

Während das (farblose) Wappen am Staatsministerium ein standardmässig nach (heraldisch) rechts schauendes Pferd (oder Einhorn) in einer Landschaft zeigt, schaut das silberne Pferd (recht eindeutig, kein Einhorn) auf der Abbildung in der Tafel der Äbte, in die umgekehrte Richtung und die Landschaft ist verschwunden, der Hintergrund ist einfach blau. Wie Max Gülcher aus einer seiner Seiten berichtet, kommen in der Familie Gülcher (oder Gülich?) das Pferd in beiden Varianten vor, meistens mit einer Landschaft.

Maximinus von Gülich scheint, wenn wir diesem Artikel von der westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde glauben dürfen, seinem Neffen Alexander Henn sein Amt vererbt haben zu können.

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