Letzten Mittwoch hinterliess Jhemp Biver alias GenealObelix einen Kommentar, wo er mich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er mich und ein paar andere übel durch den Kakao gezogen hätte, was denn auch stimmte. Da ich ihm zugestand dass er einen Beitrag von mir als beleidigend empfunden haben könnte, machte ich ihm ein Friedensangebot, dessen Annahme noch aussteht. Ich möchte aber den letzten seiner Gedanken als Anregung für ein paar eigene Gedanken aufgreifen. Hier erst mal der General Obelix
Si cette belette et tous ceux qui savent exactement comment les bonnes affaires tournent se mettaient ensemble au service de cette association maudite qu’est l’ALGH, cette dernière aurait une chance d’atteinde un niveau de référence.
Les besoins sont multiples en matière
- informatique: M. Daniel Erpelding et Georges Eicher de l’équipe de Leudelange
- héraldique: M. Daniel Erpelding et Jo Kohn
- généalogie: ceux de Leudelange: tête de file Claude Bettendroffer
- linguistique: M. Jean-Claude Muller, directeur éphémère de la BNL
- onomastique: le même directeur éphémère de la BNL
- rédaction des publications: encore le même.
- rédaction du nouveau site ALGH: encore le dernier-nommé
Tel site restera un rêve, car toutes ces personnes ont un problème majeur commun: elles sont incapables de travailler en groupe (c’est ce qu’on appelle team work) d’après le modèle fourni par l’équipe de football de la RFA lors du mondial de 2010.
Wenn ich richtig gezählt habe, spricht Obelix, neben mir vier weiteren namentlich genannten Menschen die Teamfähigkeit ab und unterstellt uns Egomanie, weitere werden als “ceux de Leudelange” referenziert, vermutlich ein Team von Teamunfähigen. Richtiger Rundumschlag Jhemp! Also, wenn die das alle mal gelesen haben, ich weiss nicht wer von uns beiden da mehr Sturm geerntet haben wird *g*?
Ansonsten aber natürlich ein interessanter Ansatz. Gäbe es einen vertrauenswürdigen neuen Präsidenten, der diese Dissidenten (und mich, ich war nie wirklich aktiv) der das Vertrauen der mutmasslich Enttäuschten wiedergewinnt und sie um sich zu scharen weiss und zu einem schlagfertigem Team formen könnte? Ich bin da aus Erfahrung leider auch skeptisch.
Ja, warum ist es bei den Luxemburger Vereinen nicht so, wie bei der deutschen Fussballnationalmannschaft, dass alle ihr Ego zurückstellen und nur Teamwork leisten um den Pokal zu erringen?
Vielleicht alleine schon deshalb, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden? Diese Fussballer sind Profis, sie werden für diese Arbeit bezahlt und alleine schon dieser Umstand verpflichtet sie nicht nur zum Teamwork sondern beinhaltet auch einen lien de subordination zu ihrem Arbeitgeber (DFB) und dessen nicht selbstbestimmtem Vertreter, dem Trainer. Um bei dem Bild zu bleiben: wer ist für Genialoblicks wohl der Michel Ballack der ALGH? Wem wünscht er zum Gelingen des gemeinsamen Projektes eine lahmlegende Sportverletzung an den Hals und was wäre das Äquivalent bei einem Ahnenforscher oder Wappennarr?
Dann ist Fussball auch keine Ahnenforschung und auch keine Heraldik! Ist es nicht vielleicht so, dass die Themen welche die ALGH behandeln will noch immer eher Individualisten angezogen haben? Die Menschen die sowas machen wollen sind schon per se eher Eigenbrötler. Dann kommt noch hinzu, dass es eher ein Hobby für ältere Menschen ist, deren Lebenserfahrung macht sie zusätzlich weniger kompromissbereit als Twens es noch sind.
Aber das alles ist nichts, gegen das Grundproblem was heute Vereine in unserer Gesellschaft alle haben:
Was die Menschen dort tun, tun sie nicht nur freiwillig, sie tun es in ihrer Freizeit!
Und in der Freizeit will der Mensch nur das machen, was er auch wirklich will und das ist oft das, was ihm das Berufsleben vorenthält!
- So will dann der kleine Angestellte oder niedere Beamte, der es im Beruf nicht in eine Führungsposition geschafft hat im Verein unbedingt Vorgesetzter oder Manager spielen und reißt sich das Amt des Präsidenten, Sekretärs oder seltener noch des Kassierers unter den Nagel und gibt es um keinen Preis wieder her.
- Umgedreht will so manche charismatische Führungskraft nicht auch noch in ihrer Freizeit Verantwortung tragen müssen und unterwirft sich willig der Tyrannei der ersteren, bis sie so die Schnauze voll hat, dass auch sie wieder geht
- Menschen, die in ihrem Beruf oft Kompromisse machen müssen, wollen dann aber wenigstens in ihrer Freizeit nur das tun und lassen, was sie wollen! Menschen, die sich im Job stets unterordnen müssen, ertragen das im Verein nun überhaupt nicht! Besonders dann nicht, wenn sie sehen, wer sich da zum Führer aufgeschwungen hat.
Einige Präsidenten bleiben über Jahrzehnte im Amt! Es gibt welche, wie z.B. Freund Louis Philippe, deren langjähriges Wirken ist ein Segen für ihren Verein weil sie Kontinuität garantieren, bei anderen führt dasselbe zur Stagnation. Und es gibt auch Sesselkleber, deren Inkompetenz schon die eine oder andere Palastrevolution herbei geführt hat, die aber dennoch nicht gestützt werden, weil niemand sonst diese Arbeit machen will oder kann (siehe z.B. Punkt 2). Ein Teufelskreis!